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Frankfurt-Riedberg: Erschließung für Quartier Westflügel fertig gestellt

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Mit einer Eröffnungsfeier wurde am 21. April die Erschließung des Quartiers „Westflügel“ im neuen Stadtteil Riedberg in Betrieb genommen. Bürgermeister Olaf Cunitz, Dezernent für Planen und Bauen der Stadt Frankfurt am Main, Stadtrat Stefan Majer, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main und der Geschäftsführer der HA Stadtentwicklungsgesellschaft (HASEG) Friedhelm Flug gaben offiziell das neue Straßennetz für den Verkehr frei. Zur Erschließung gehören neben Straßen, Wegen und Plätzen auch Ver- und Entsorgungsleitungen sowie das Straßenbegleitgrün für das neue Quartier, in dem einmal rund 3.500 Menschen leben sollen. Das Quartier wird im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Riedberg realisiert, die Projektsteuerung erfolgt durch die HASEG im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main. „Wir biegen am Riedberg nun bildlich gesprochen in die Zielgerade ein“, sagte Bürgermeister Cunitz. „Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines Neubaugebietes ist es immer, dass die nötigen Infrastruktureinrichtungen rechtzeitig vorhanden sind. Das ist am Riedberg vorbildlich gelungen.“

In dem Quartier wurden rund 7 Straßenkilometer neu gebaut, es entstanden ca. 4,5 Hektar Straßen- und 2,6 Hektar Gehwegflächen. Rund 680 Bäume wurden gepflanzt, hinzukommen 11.000 Rosenstöcke und 10.500 Bodendecker. 10,5 Kilometer Schmutz- und Regenwasserkanäle wurden verlegt, 370 Schächte gesetzt. Allein für die Hauptkanäle wurden rund 36.000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme betragen nach derzeitigem Planungsstand rund 15,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Investitionen der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH für Versorgungsleitungen. Baubeginn war im Mai 2013.

Abweichend von der ursprünglichen Planung eines weitgehend orthogonalen Straßenverlaufes wurde ein neues, geschwungenes Straßen- und Wegenetz in Anlehnung an organische Formen aus der Natur entwickelt. Diese Straßenführung schafft eine bessere Erkennbarkeit der eigenen Adresse und eine stärkere Identifizierung der Bewohner mit ihrem Wohnumfeld. Darüber hinaus dient diese Straßenführung durch ein verändertes optisches Erscheinungsbild der Geschwindigkeitsreduzierung des PKW-Verkehrs. Der Radverkehr wird auf den Haupterschließungsstraßen über Radfahrstreifen geführt. In den Quartiersstraßen bewegt sich der Rad- und PKW-Verkehr gleichberechtigt in den Tempo-30-Zonen. „Mit der Verkehrsregelung berücksichtigen wir die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner hinsichtlich der Verkehrssicherheit und Lärmreduzierung“, führt Verkehrsdezernent Majer aus. Die öffentlichen Grünflächen im Quartier stärken die Qualität der geschwungenen Straßenräume durch eine ebenfalls mäandrierende, fließende Formgebung.

Die Planung für das neue Quartier verfolgt einen sehr hohen gestalterischen Anspruch mit dem Ziel, ein harmonisches Gesamtensemble bestehend aus fünf erkennbaren Einzelensembles zu schaffen. „Es wurden klare Vorgaben bezüglich der Gestaltungsmerkmale wie Farb-und Fassadengestaltung, der Gestaltung der Eingangsbereiche, der Parksituation und der Nebenanlagen entwickelt und verbindlich festgeschrieben“, erläutert HASEG-Geschäftsführer Friedhelm Flug. „Der Westflügel wird ein Quartier mit eigener Identität.“ Ergänzt wird die Formensprache durch eine entsprechend lebendige Freiflächengestaltung. Durch den Anschluss an das Fernwärmenetz wird ein hohes Maß an energetischer und ökologischer Qualität erreicht, so dass die Gebäude mindestens 30 % unter der derzeitigen Energieeinsparverordnung bleiben. Auch Passivhausprojekte und ein Energieeffizienzhaus Plus sorgen für eine sehr gute Energiebilanz des neuen Quartiers.

Der Riedberg Westflügel ist das siebte und letzte Quartier, das im Projekt Riedberg realisiert wird. In dem Quartier werden rund 1.400 Wohneinheiten für 3.500 Menschen errichtet. Insgesamt entsteht ein sozial ausgewogenes Quartier mit Miet- und Eigentumswohnungen, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern. Die Gesamtfläche des Areals ist rund 47,82 Hektar groß, dies sind knapp 18% der Gesamtfläche Riedbergs. Für die Bebauung stehen 22,80 Hektar Nettobauland zur Verfügung. Knapp 26 % der Gesamtfläche werden als öffentliche Grünflächen angelegt. Fünf Spielplätze entstehen in dem neuen Quartier, ferner vier Kindertagesstätten, die parallel zur Wohnbebauung errichtet werden. Eine Kita wurde bereits fertiggestellt, eine weitere befindet sich seit Februar dieses Jahres im Bau. Die zweite Riedberger Grundschule, die ebenfalls im Quartier liegt, wurde im vergangenen Jahr in Betrieb genommen.

Zahlen – Daten – Fakten

Öffentliche Erschließung Quartier Riedberg Westflügel

Baubeginn: Mai 2013
Straßen Länge insgesamt: ca. 7 Kilometer
Straßenfläche: 4,5 Hektar
Gehwegflächen: 2,6 Hektar
Anzahl Bäume: 683
Anzahl Rosenstöcke: 11.000
Anzahl Bodendecker: 10.500
Hauptleitungen Entwässerung
(Regen- und Schmutzwasserkanäle):
ca. 10,5 Kilometer
Schächte: 370
Hausanschluss-und Sinkkastenleitungen: 5 Kilometer
Bodenaushub Hauptleitungen: 36.000 Kubikmeter
Voraussichtliche Baukosten gesamt: 15,5 Mio. Euro
Projektsteuerung: HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

 

Quartiersentwicklung Riedberg Westflügel

Wohneinheiten: ca. 1.400
Einwohner: ca. 3.500
Soziale Infrastruktur: eine Grundschule
vier Kindertagesstätten
fünf Spielplätze
Flächen (ca.):  
Gesamtfläche: 47,82 ha
Nettobauland: 22,80 ha
Grünflächen: 12,34 ha
Soziale Infrastruktur: 2,70 ha
Öffentliche Verkehrsfläche: 8,50 ha
Energie: Fernwärme durch Müllheizkraftwerk
Energiestandard: mind. 30% unter jeweils gültiger EnEV, Passivhausprojekte, Energieeffizienzhaus Plus
Bauträger: rund zehn beteiligte Bauträger
Bautypen (ca.): Eigentumswohnungen
Mietwohnungen
Reihenhäuser
Einfamilienhäuser
Doppelhäuser
55 %
25 %
11 %
6 %
3 %
Fertigstellung Hochbau: nach Vertriebsverlauf ca. 2017
Projektsteuerung: HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main